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Kabinenbedingungen  

Wie sind die Kabinenbedingungen im Flugzeug während des Fluges?

Verkehrsflugzeuge fliegen meist in Höhen zwischen 10 und 11 km. Um Lebensbedingungen in diesen Höhen zu schaffen, wird ein Kabinendruck aufgebaut. Damit erreicht man Verhältnisse, die einer Höhe von ca. 2400 m entsprechen. Das Luftvolumen beträgt ca. das 1,5-fache, die Luftfeuchtigkeit ist auf weniger als 10 % reduziert. Die Sauerstoffsättigung des Blutes ist um ca. 5% vermindert und sinkt daher bei gesunden Personen von 98% auf 93%.

Wie sieht die Luftqualität an Bord aus?

Sauerstoff (O2): Unter Reiseflugbedingungen ist die Sauerstoffsättigung des Blutes um etwa 5 % herabgesetzt (von 98 % auf 93 %). Gesunde Passagiere bemerken die geringere Sauerstoffsättigung des Blutes nicht!
Reisende mit chronischen Lungenkrankheiten oder Herz-Kreislauf Erkrankungen benötigen unter Umständen zusätzliche Sauerstoffzufuhr. Dies gilt auch für Personen, die nach Unfällen bzw. Operationen einen Blutverlust mit der Folge einer Blutarmut (Anämie) erlitten haben. Austrian Airlines stellen für Passagiere zusätzlichen Sauerstoff zur Verfügung, wenn dieser mindestens 2 Tage vor Antritt der Reise über die Buchungsstelle bestellt wird.


Kohlendioxid (CO2): CO2 entsteht als Endprodukt des menschlichen Stoffwechsels und wird von den Passagieren in die Kabine ausgeatmet. Hohe CO2-Konzentrationen können zu leichten Schwindelzuständen und Benommenheit führen. Die hohe Luftaustauschrate im Flugzeug sorgt dafür, dass die behördlich vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden.


Ozon: Die schleimhautreizende Wirkung des Ozons über 70° nördlicher Breite verhindern in modernen Langstreckenflugzeugen eingebaute Ozon-Konverter.


Biologische Luftbestandteile: Luftfilter eliminieren weitestgehend Bakterien, Viren und Pilzsporen. Etwa alle 5 Minuten wird die Kabinenluft ausgetauscht. Zusätzlich werden die Luftfilter in gewissen Zeitabständen erneuert. Daher sind im Verhältnis zu den Passagier-Zahlen (1,5 Mrd. Menschen pro Jahr) Infektübertragungen äußerst selten.


Luftfeuchte: Die geringe Luftfeuchtigkeit an Bord kann Reizungen im Bereich der Augen und der Schleimhäute der oberen Atemwege zur Folge haben. Unter Langstrecken-Flugbedingungen können Feuchtigkeitswerte von 10 % unterschritten werden, da die Außenluft, die zur Luftaufbereitung herangezogen wird, nahezu trocken ist.
Dieser Umstand lässt sich durch reichliche Flüssigkeitsaufnahme durch stilles Wasser, Tee, Fruchtsäfte u.a.m. ausgleichen.

Gibt es technische Gegenmaßnahmen gegen die geringe Luftfeuchte?

Technische Maßnahmen gegen die niedrige Luftfeuchte gibt es kaum. Um eine geringe Erhöhung zu erreichen, wären Tonnen von Wasser notwendig. Außerdem würden Korrosionsschäden hohe Instandhaltungskosten verursachen - Flüge wären dadurch unrentabel.

 

 

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