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Was ist eine Reisethrombose und durch welche Faktoren wird sie ausgelöst?
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Eine Reisethrombose ist eine Thrombose im Venensystem der Beine. Sie tritt meist in Zusammenhang mit einer mehrstündigen Reise, bei der Sie lange sitzen, auf. Wenn bereits Risikofaktoren für eine Thromboseentwicklung existieren, begünstigen Langstreckenflüge die Entwicklung einer Reisethrombose. Wodurch?
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Langes, unbewegliches Sitzen unter beengten Platzverhältnissen verursacht erhöhten Druck auf die Oberschenkel;
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Die geringe Luftfeuchtigkeit an Bord und fehlende Flüssigkeitszufuhr können zu einer Eindickung des Blutes führen.
Wertvolle Informationen und Empfehlungen finden Sie auch hier.
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Was sind die Risikostufen einer Reisethrombose?
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Kategorie 1 - Niedriges Risiko
Jede vielstündige Reise in hauptsächlich sitzender Position bedingt bei Reisenden ein niedriges Risiko.
Kategorie 2 - Mittleres Risiko
Zusätzlich zur vielstündigen Reise (siehe Kategorie 1)
Schwangerschaft oder postpartale Phase, oder mindestens zwei der folgenden Faktoren:
- Alter über 60 Jahre
- Klinisch relevante Herzerkrankung
- Nachgewiesene Thrombophilie/fämiliäre Thromboseneigung
- Größere Varizen, chronische venöse Insuffizienz
- Ovulationshemmer, postmenopausale Hormonersatztherapie
- Adipositas (BMI>30)
- Exsikkose
Kategorie 3 - Hohes Risiko
Zusätzlich zur vielstündigen Reise:
- Anamnestisch bekannte venöse Thromboembolien, auch länger zurückliegend
- Manifeste maligne oder sonstige schwere Erkrankung
- Gelenkübergreifende Ruhigstellung der unteren Extremität
- Kurz zurückliegender operativer Eingriff mit hohem Thromboserisiko
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Vorbeugung gegen die Reisethrombose nach den Kategorien
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Kategorie 1 - Niedriges Risiko
Allgemeine Maßnahmen:
- Bewegungsübungen, z.B. Fußwippen; isometrische Übungen; nach Möglichkeit einige Schritte gehen
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Zurückhaltung mit Alkohol)
- Zurückhaltung beim Gebrauch von Sedativa und Hypnotika (cave „regungsloses Sitzen“)
Kategorie 2 - Mittleres Risiko
Zusätzlich zur allgemeinen Maßnahmen (siehe Kategorie 1):
- Wadenstrümpfe der Kompressionsklasse I (bei Patienten mit venöser Insuffizienz medizinische Kompressionsstrümpfe je nach Indikation)
- Im Einzelfall, z.B. bei Schwangerschaft oder Thrombophilie kann niedermolekulares Heparin gegeben werden (siehe Kategorie 3).
Kategorie 3 - Hohes Risiko
Zusätzlich zu allgemeinen Maßnahmen (siehe Kategorie 1) und Kompression (siehe Kategorie 2):
- Niedermolekulares Heparin - Verabreichung unter die Haut knapp vor Reiseantritt, bei Rundreisen daher eventuell einmal täglich.
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Welche sonstigen Gegenmaßnahmen gibt es?
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Reichliche Flüssigkeitszufuhr in Form von Mineralwasser, stillem Wasser, Softdrinks, Kräutertee und Ähnlichem - 1 bis 2 Liter zusätzlich, je nach Reisedauer! Vermeiden Sie größere Mengen an Kaffee, schwarzem Tee und Alkohol, denn diese Getränke wirken entwässernd!
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Bewegungsübungen im Flugzeug helfen den Blutstrom in den Venen zu beschleunigen.
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Tragen Sie weite und bequeme Kleidung, um den Blutstrom in den Venen nicht einzuschränken; Isometrische Bewegungsübungen;
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Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse 1-2 werden schon bei geringem Thromboserisiko empfohlen. Meist genügen Wadenstrümpfe. Bitte beachten Sie: Eine fachliche Beratung ist vor dem Kauf unbedingt notwendig, denn schlechtes Material oder schlechter Sitz mit Faltenbildung im Kniekehlenbereich eignen sich nicht zur Vorbeugung.
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Gerinnungshemmende Medikamente - verwendet werden niedermolekulare Heparine, die kurz vor dem Flug in das Unterhautfettgewebe der Bauchdecke oder des Oberschenkels injiziert werden. Der Passagier muss die Selbstinjektion beim Arzt erlernen und über allfällige Nebenwirkungen und Kontraindikationen aufgeklärt werden.
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Ergänzend zu diesen Informationen führen Austrian Airlines auf Langstreckenflügen ein Video mit Tipps zur Fitness mit einem begleitenden Announcement vor.
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